Wie groß muss die Bankroll sein? by Team Full Tilt
Wie groß muss die Bankroll sein?
„Poker ist ein hartes Geschäft“, sagt Erik Seidel. „Es kann passieren, dass Du lange Phasen erlebst, in denen Du nicht gewinnst.“ Wenn es einmal nicht so läuft und Du längere Zeit in einem Turnier nicht „abkassierst“ oder im Cash Game keinen großen Pot gewinnst, wirst Du verstehen wie wichtig die Größe Deiner Bankroll ist.
Die Frage ist nur, wie groß muss Deine Bankroll sein? Wie viel Geld brauchst Du, damit Du einen schlechten Lauf überleben kannst? Wir Full Tilt Pros sind uns einig, dass es dafür eine Reihe von wichtigen Faktoren gibt, unter anderem welche Art von Spielen Du spielst, auf welchem Level Deine Gegner sind und wie Deine psychische Verfassung ist.
Wie Jennifer Harman sagt: „Einige Spieler können mit einer relativ kleinen Bankroll sehr effektiv spielen, andere dagegen brauchen ein etwas größeres Polster. Letztere lassen sich stressen, wenn ihre Bankroll zu klein ist und das schlägt sich auf ihr Spiel nieder.“ Du musst Dich also unbedingt wohl fühlen, wenn Du am Tisch sitzt. Bist du nervös und hast Angst etwas zu verlieren, spielst Du wahrscheinlich zu hohe Limits für Deine Poker Bankroll. Harman, wie auch die meisten Mitglieder im Team Full Tilt, empfiehlt deshalb einen konservativen Weg und schlägt vor eine Bankroll zu haben, die auch längere Negativserien überlebt. „Ich glaube, wenn Du $10-$20 Limit spielst, sind $10.000 als Bankroll ungefähr richtig,“ sagt Harman.
John D'Agostino stimmt ihr zu: "Du solltest nie auf einem Limit spielen, wo Du Dich unwohl fühlst." Er ist der Meinung, dass Du nie mehr als 5% Deiner Bankroll zu irgendeiner Zeit in einem Spiel investieren solltest.
Du brauchst eine stabile Bankroll für Turniere genauso wie für Cash Games. Turnier-Experte Erik Seidel, gibt zu, dass es ganz normal ist, wenn Turnierprofis eine längere Durststrecke überwinden müssen. Die Buy-Ins summieren sich schnell. "Wenn Du alle $10.000 Buy-In Turniere spielen würdest, die es pro Jahr gibt, bist du leicht eine halbe Million Dollar los," sagt Seidel. "Sogar sehr gute Profis können durchaus einmal Jahre haben, in denen sie nicht einmal für $100.000 cashen. Eine belastbare Bankroll zu haben ist also überlebenswichtig."
"Du brauchst eine viel größere Bankroll für Turniere, als wenn Du Cash Games spielst," meint Chris Ferguson. "Eine jede Menge Spieler, die ein deutlich zu kleines Polster haben, sind bei Turnieren dabei. Du brauchst locker 100 Buy-Ins. Vielleicht sogar 200."
Wenn Du ab und zu höhere Limits spielst, als es Deine Bankroll zulässt, ist das schon einmal OK. Aber alle Profis sind der gleichen Meinung, dass es wichtig ist, einen großen Rückhalt zu haben. Du kannst immer einmal Pech haben oder einen Fehler machen, und das sollte nicht gleich Deine Pokerlaufbahn beenden.
D'Agostino, einer der besten jungen Pokerspieler, hat noch einen weiteren Tipp, wie man auf sein Geld aufpassen kann. "Spiele nicht gegen Phil Ivey Heads-Up. Ich habe es versucht und habe ordentlich einen auf die Mütze bekommen.
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