Sit & Gos Made Easy . by Howard Lederer
Sit & Gos Made Easy
Die Sit'n'Gos (SNG) sind ein wahres Geschenk für Online Spieler die erfolgreiche Turnierspieler werden wollen. Bevor es die SNGs gab, war es schwierig Erfahrungen zu sammeln, wie an einem Final Table gespielt wird. Du hättest dich in ein Dutzend Multi-Table Turniere (MTT) einkaufen müssen und wärst vielleicht nie bis zum Final Table gekommen. Eventuell hättest Du sogar ein oder zwei Final Tables erreicht, nur um als 8. oder 9. auszuscheiden. Es ist von höchster Bedeutung sich auf eine immer kleinere Anzahl an Spielern einzustellen und sein Spiel entsprechend zu verändern. Und die Erfahrung zu sammeln ist sehr schwer und teuer, wenn man offline spielt.
Online dagegen, ist diese Erfahrung nur einen Mausklick entfernt und SNGs haben viele Vorteile. Als erstes sind sie sehr günstig und teilweise sogar kostenlos. Außerdem machen sie viel Spaß und sind praktisch, weil es ständig neue SNGs gibt die starten, kann man seinen beiseite legen und jederzeit eines spielen. Zusätzlich dauern die SNGs meist weniger als eine Stunde und man kann dort sehr gut üben, wie es an einem Final Table zu geht. Dies zu lernen sollte bei jedem ehrgeizigen Spieler Pflicht sein.
Jetzt weißt du, warum du SNGs spielen solltest. Im Folgenden lernst du, wie du sie gewinnst:
Der offensichtlichste Unterschied zwischen SNGs und MTTs ist, dass wenn jemand ausscheidet, niemand seinen Platz einnimmt. MTTs bestehen grundsätzlich aus Full Ring Poker, im Laufe der Zeit wird bei SNGs die Spieleranzahl an deinem Tisch immer kleiner. Mit der Verringerung der Spieleranzahl erhöhen sie künstlich auch die Blinds. Sagen wir, es sitzen insgesamt fünf Spieler mit dir am Tisch und die Blinds sind 100-200. Dadurch zahlst du alle fünf Hände 300, also 60 pro Hand. Sobald nun jemand ausscheidet, seid ihr nur noch zu viert. Nun zahlst du 75 pro Hand – eine Steigerung um 25% - abgesehen davon, dass die Blinds gleich geblieben sind. Deshalb musst du dich nun ein bisschen mehr aufs Glück verlassen und etwas riskieren, sonst läufst du Gefahr, dass die Blinds dich auffressen.
Nachdem das Verhältnis zwischen Größe der Blinds und deinem Chipstapel entscheidend ist, wie viele Hände zu spielen solltest, empfehle ich dir zu Beginn des SNGs möglichst wenige Hände zu spielen. Das hat einen doppelten Sinn: Erstens machen es die niedrigen Blinds möglich, dass du anfangs sehr tight spielen kannst und zu neunt am Tisch, kostet dich eine Hand nur einen sehr kleinen Betrag. Zweitens hilft dir diese Spielweise ein tightes Image aufzubauen, dass dir später hilft teure Blinds und Ante zu stehlen.
Aber es gibt auch verstecktere Gründe, warum man zu Beginn tight oder später looser spielen sollte: Die Payout-Struktur belohnt tightes Spiel. Die meisten SNGs zahlen 50% des Preispools an den Gewinner, 30% an den Zweiten und 20% an den Dritten. Die Struktur diktiert, dass du um den dritten Platz spielst. Warum? Schauen wir die Auszahlungen aus einem anderen Winkel an: 60% des Preispools wird ausgeschüttet, wenn nur noch drei Spieler übrig sind. 20%, wenn nur noch zwei Spieler übrig sind und weitere 20% an den Gewinner. Wenn du also bis zum dritten Platz durchhälst, bekommst du ein Drittel der 60%, also 20%. Du hast dann bereits Gewinn gemacht und hast noch die Chance 30% mehr zu verdienen. Und genau hier, wenn du in den Top 3 bist, muss sich deinen Strategie komplett ändern.
Nun zahlt es sich aus, etwas zu riskieren. Schauen wir uns noch einmal die Zahlen an: 60% des Preispools sind bereits weg vom Tisch. Wenn du einen Platz weiter kletterst, also Zweiter wirst, bekommst du nur 10% mehr. Wenn du aber noch einen weiter kommst, erhälst du gigantische 30% extra – das ist dreimal so viel, wie für Platz 2. Und mit steigenden Blinds ist es noch lohnenswerter ein Risiko eingehen.
Ich sehe viele Spieler die fast genau das Gegenteil machen. Die kommen zu dem Schluss, dass sie nichts zu verlieren haben und versuchen sich anfangs schnell zu verdoppeln. Wenn sie dann aber im Geld sind werden sie sehr tight, um nur einen Rang höher zu kommen. Wenn du dir überlegst, wie du SNGs spielst, dann versuche meine Tipps umzusetzen und du wirst schnell eine Verbesserung bemerken.
Howard Lederer
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Player Biography
Mit 18 schob Howard das College für ein Jahr auf und zog nach New York, um sich seiner Schachleidenschaft zu widmen. Im Hinterzimmer eines Schachclubs entdeckte er Poker und war sofort verfallen. In den nächsten beiden Jahren spielte er unablässig Poker, 70 bis 80 Stunden die Woche. In 9 von 10 Nächten war er pleite, wenn er nach Hause ging.
Zu seinem Glück fand Howard den Mayfair Club, wo er sich einer Gruppe von Spielern anschloss, die als erste in New York mit No Limit Hold'em experimentierten. Sie begannen um 16 Uhr und spielten bis 2 Uhr morgens. Dann gingen alle Spieler in eine Bar, wo sie die Spiele des Tages lebhaft diskutierten. Für alle war das Spiel neu. Sie tauschten freimütig ihre Ideen aus. Ihre Strategien wurden erheblich besser.
Howard zog 1993 nach Las Vegas, um sein Spiel auf ein höheres Niveau zu bringen. Howards Spiel wurde laufend besser. Er erwarb den ersten von zwei Hall of Fame-Titeln als er das 2.500 $ No Limit Deuce to Seven Draw-Finale im 1994 Hall of Fame Poker Classic gewann. Ein Jahr später hatte Howard dann seinen zweiten Titel in der tasche, als er seinen Deuce to Seven Draw-Titel beim 1995 Hall of Fame Poker Classic verteidigte.
Nach weiteren fünf Jahren harter Arbeit gewann Howard das erste seiner zwei goldenen Armbänder im 5.000 $ Limit-Omaha Hi/Lo-Finale der 2000 WSOP. Ein Jahr später gewann er sein zweites goldenes Armband beim 5.000 $ Deuce to Seven-Finale der 2001 WSOP.
Howard arbeitete weiter an der Verbesserung seines Spiels. Im November 2002 gewann er seinen ersten WPT Championship-Titel in Foxwoods. Im März 2003 gewann Howard seinen zweiten WPT Championship-Titel im 5.000 $ Limit Hold'em-Finale bei der Poker Million-Kreuzfahrt.
Gerade einen Monat später gewann Howard den ersten seiner drei Bellagio-Titel im 2.500 $ No Limit Hold'em-Finale des 2003 Bellagio Five-Star World Poker Classic. Sein zweiter Sieg im Bellagio war im 2.500 $ No Limit Hold'em-Finale im April 2004. Sein dritter Bellagio-Titel folgte genau 13 Tage später beim 5.000 $ Pot-Limit-Omaha-Finale.
Heutzutage liefert Howard gern Kommentare und Analysen für „Learn from the Pros“ bei FullTiltPoker.Net und beim Poker Superstars Invitational-Turnier von FSN, was seinen Spitznamen „The Professor“ weiter festigt.

