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Eine Möglichkeit die Chancen zu berechnen. by Clonie Gowen
Eine Möglichkeit die Chancen zu berechnen
Es ist sehr schwierig am Pokertisch auszurechnen, mit welcher exakten Wahrscheinlichkeit man seinen Draw trifft. Wenn du kein Mathematik-Genie à la Chris Ferguson bist, wirst Du es wohl auch nicht schaffen. Das gibt Dir aber zwei Möglichkeiten: Du kannst zu Hause mit einem Taschenrechner sitzen, berechnest alle Kombinationen die vorkommen können und lernst sie auswendig. Mit dieser Methode weißt Du immer die exakten Wahrscheinlichkeiten. Doch für diejenigen unter uns, die kein perfektes Gedächtnis haben, gibt es einen einfacheren Weg. Hier ist ein Trick, wie du die Wahrscheinlichkeiten kinderleicht berechnest.
Im ersten Schritt bestimmst Du wie viele „Outs“ Du hast. Ein Out ist eine Karte, die Deine Hand verbessert und somit hoffentlich – aber nicht sicher – zur besten Hand macht und Du damit den Pot gewinnst. Zähle einfach die Anzahl der Karten zusammen, die Deinen Draw vervollständigen. Ein Beispiel: Du hälst Ac 8c und der Flop ist Qh 9c 4c. Damit hast du einen Flushdraw. Es gibt 13 Kreuz-Karten im Stapel, Du siehst bereits vier davon – zwei in Deiner Hand, zwei auf dem Board. Damit sind neun Kreuz-Karten übrig. Weil noch zwei Karten kommen, hast Du also zweimal die Chance eine der neun Kreuz-Karten zu treffen.
Der Trick ist nun die ungefähre Prozentzahl für die Wahrscheinlichkeit auszurechnen, damit Du Deinen Flush triffst. In unserem Fall geht das so: Du nimmt die Outs (neun) und multiplizierst sie mit der Anzahl der Karten, die noch kommen (zwei). Damit bist Du bei 18. Nimm dieses Ergebnis und multipliziere es mit zwei und Du hast die prozentuale Wahrscheinlichkeit. In unserem Beispiel 36%. (Die exakte Zahl ist übrigens 34.97%).
Sagen wir nun, dass Du an dem selben Flop Jd Th hast, also einen Open-ended Straightdraw mit acht Outs (vier Könige und vier Achter). Acht Outs mal zwei sind 16, dies wiederum mal zwei genommen ergibt 32%. (Tatsächlich 31.46%).
Ein wichtiger Bestandteil dieser Rechnungen ist, dass die berechneten Wahrscheinlichkeiten nur die Chancen angeben, um Deinen Draw zu treffen. Sie sagen dir NICHT, wie die Chancen stehen, den Pot zu gewinnen. Du kannst Deinen Draw treffen und trotzdem die Hand verlieren. In unserem ersten Beispiel kann die Qc kommen, Dir damit den Flush geben, aber einem Gegner ein Full House. Im zweiten Beispiel können Kc oder 8c kommen und einem Gegner einen Flush geben, der Deine Straight schlägt. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeitsberechnung ein wichtiger Schritt in der Pokerkarriere eines jeden Spielers und zählt quasi zum kleinen Einmaleins des Pokerspieles.
Clonie Gowen
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