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Implied Odds - Part 2 by Andy Bloch
Implied Odds - Part 2
In meinem letzten Tip ging es um das Grundkonzept der „Implied Odds“. Die „Implied Odds“ sind grundsätzlich dasselbe wie Pot Odds, der Unterschied ist jedoch das zukünftige Aktionen mit einbezogen werden. So kann es sein, dass man am Flop eine Wette mitgeht weil man gute Implied Odds hat, d.h. man geht davon aus dass man später viel mehr Geld machen kann, wenn man sein Blatt bekommt als man zum jetzigen Zeitpunkt einsetzt. Dazu vergleicht man den Einsatz den man jetzt zahlen muss, mit dem geschätzten Pot beim Showdown. „Implied Odds“ ergeben sich indem du den gesamten möglichen Gewinn durch die Anzahl der Chips die du in den Pot einzahlst dividierst.
Nachdem nun das Grundkonzept der “Implied Odds“ klar ist, können wir uns nun Detailaspekten dieses Konzeptes sowie häufigen Fehlern die Spieler machen widmen.
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Abschätzen von „Implied Odds“ – Einer der häufigsten Fehler den Spieler machen - egal ob Amateur oder Profi – ist das „Implied Odds“ einfach überschätzt werden. Zum Beispiel ist ein bekannter Pro in Poker After Dark eine Erhöhung im Turn von mir mitgegangen, obwohl er nicht mehr als einen Straight Draw hatte. Sein Gedankengang war, dass er geglaubt hat ich würde nicht damit rechnen, dass er eine Strasse hat und würde ihn im River ausbezahlen wenn er die Strasse vollendet.
Das ist natürlich ein vollkommen legitimer Gedankengang in der Theorie, dennoch hat er einen Fehler gemacht mich zu callen in dieser Hand. Auch wenn all meine Chips letztendlich im Pot gelandet wären, hat er nicht dir richtigen Odds gehabt überhaupt zu callen.
Schauen wir uns einmal die Berechnung genau an damit klar wird was ich meine: Mein Gegner hätte 4 Karten benötigt um im River die Strasse zu komplementieren, das ergibt eine Wahrscheinlichkeit von nur 9%. Das bedeutet er hätte „Implied Odds“ von zumindest 9:1 haben müssen um diesen Call zu rechtfertigen. Davon war er aber weit entfernt.
Das Konzept der “Implied Odds” hilft nicht besonders weiter wenn du auf 4 oder 5 Karten (Outs) wartest um deine Hand zu machen. Idealerweise solltest du 9 oder mehr Karten haben um eine Hand zu komplementieren bevor du anfängst dir Gedanken über „Implied Odds“ zu machen.
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Falsche Berechnung von “Implied Odds” – Einer der häufigsten Fehler ist wenn Spieler glauben sie haben gute “Implied Odds” in Wirklichkeit ist dies aber nicht der Fall. Zum Beispiel: Zwei Spieler sind noch in Action und einer davon geht All-in im Turn. Der zweite Spieler hat entweder einen Flush oder einen Straight Draw und callt.
Wenn die “Pot Odds” gut stehen, ist ein Call die richtige Entscheidung. Wenn jedoch die Pot Odds schlecht sind, dann ist auch die Entscheidung zu callen eine schlechte weil im River keine Chips mehr in den Pot gehen, was bedeutet das „Implied Odds“ in dieser Hand nicht existieren. Vor allem unerfahrene Spieler machen oftmals Fehler in der Unterscheidung zwischen „Pot Odds“ und „Implied Odds“ was dazu führt das diese unnötigerweise zu viele Chips in einem Spiel riskieren.
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Informationen über deine Hand verraten – Oftmals kalkulieren Spieler die “Implied Odds” richtig und machen richtige Entscheidungen um dann nicht bezahlt zu werden wenn Sie ihre Hand treffen. Warum passiert das so häufig? Die Antwort ist einfach: du hast es deinem Gegner leicht gemacht deine Hand zu “erraten”.
Es ist nichts falsches daran für eine Entscheidung etwas Zeit zu nehmen. Jedoch sollte man sich als Spieler bewusst sein, je länger man für diese Entscheidung benötigt desto größer ist die Gefahr, dass man seinem Gegner Informationen gibt welche Karten man hat. Sagen wir du hast dir Zeit genommen zu callen im Flop dann kommt eine Flush Karte im Turn und du erhöhst. Die Wahrscheinlichkeit das deine Gegner folden werden - - da diese eventuell zu Recht glauben du hast einen Flush getroffen – ist hoch.
Wenn deine Spielweise einfach zu offensichtlich ist existieren deine “Implied Odds” ebenfalls nicht – denn deine Gegner werden dich einfach nicht bezahlen. Das heisst es ist wichtig den Spielstil deiner Gegner in deine „Implied Odds“ Berechnungen mit einzubeziehen. Wenn dein Gegner ein aggressiver Spieler ist, werden deine Odds generell besser sein als wenn du gegen einen konservativen soliden Gegner spielst.
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Deine Hand verteidigen – Es ist wichtig, dass du lernst deine Hand zu verteidigen, gegen Gegner die darauf warten eine starke Hand zu treffen. Versuche daher so zu setzen dass es für deine Gegner so teuer wie möglich wird mitzugehen und sie daher nicht mehr die richtigen Odds haben einen Call zu rechtfertigen. Wenn diese jedoch mitgehen und eine für dich ungünstige Karte in die Mitte kommt kannst du deren “Implied Odds” immer noch zunichte machen mit einem Check oder einem Fold wenn dein Gegner wettet.
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Achte auf “Negative Implied Odds” – Das ist eines der schwierigsten aber auch wichtigsten Konzepte die es zu verstehen gilt. „Negative implied Odds“ bedeutet, dass du obwohl du deine Hand triffst, trotzdem deinen Gegner bezahlst weil dieser eine stärkere Hand getroffen hat. Wenn du setzt nachdem du deinen Flush (Jack-high) getroffen hast und dein Gegner erhöht, kann es passieren, dass du ihn ausbezahlst auch wenn du glaubst er hat einen besseren Flush als du. Eine Möglichkeit diese Situation zu meistern und deinen Verlust zu beschränken ist an den Gesamtpot zu denken und diesem wengier Wert zu geben als er tatsächlich hat, bevor du dich für einen Call entscheidest. Wenn die Odds aber gegen dich stehen solltest du vorsichtig sein.
Die verschiedenen “Nuancen” von “Implied Odds” zu verstehen und richtig anzuwenden dauert Zeit und benötigt Erfahrung, ist aber der Schlüssel zu einem guten profitablen Pokerspiel. Es ist wichtig zu lernen mögliche zukünftige Spielverläufe in deine Entscheidungen so frühzeitig wie möglich mit einzubeziehen.
Andy Bloch
- Experten Poker Startegie Artikel
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* Spitzname „The Rock“ *
2 Siege 2005
*Zweiter im WSOP 50.000 $ H.O.R.S.E.-Turnier
Former member of M.I.T. Blackjack Club

